HHB: Kleinigkeiten sorgen für Niederlage

Ohne Kay Behnke (verletzt), Thomas Bergmann und Justin Magnus Behr (beruflich verhindert) musste der Handball Hannover Burgwedel e.V. beim Oranienburger HC antreten. Nach einer 13:12-Führung zur Halbzeit gingen den Gästen zum Ende der Begegnung ein wenig die Kräfte aus. Vor ausverkaufter Halle gewann der OHC die Begegnung mit 29:26.

Die ersten 30 Minuten gestalteten sich sehr ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts und spielten auf Augenhöhe. Nach zehn Spielminuten leuchtete ein 4:4 auf der Anzeigetafel der MBS-Arena und auch neun Minuten später hatte das Unentschieden beim 8:8 weiterhin Bestand. Burgwedel spielte geschickt, nahm immer mal wieder Tempo aus dem Spiel und hatte mit Florian Freitag (Foto) den überragenden Spieler der ersten Halbzeit in seinen Reihen. Dem HHB-Spielmacher gelangen in den ersten 30 Minuten sechs seiner insgesamt sieben Tore. Nach dem 12:12 in der 26. Spielminute konnte Maurice Herbold für Burgwedel das 13:12 erzielen. In den letzten 3,5 Minuten vor der Pause passierte nichts mehr, die Gäste ging mit einer leichten Halbzeitführung in die Kabine. Auch Maurice Herbold erzielte insgesamt sieben Treffer und zeigte eine gute Leistung.

Nach dem Wechsel hatten die Gastgeber den besseren Start, glichen zum 14:14 aus und waren nach 35 Minuten beim 17:16 wieder vorn. Jetzt leistete sich der HHB eine kleine Schwächephase und Oranienburg konnte sich binnen drei Minuten auf 20:16 absetzen. Nach der Auszeit durch Trainer Bätjer fanden die Gäste aber schnell wieder den roten Faden und zwei Tore von Dennis Weit sorgten dafür, dass der OHC nicht noch weiter enteilen konnte. Acht Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber weiterhin mit vier Toren in Führung. Immer wieder war Dennis Leroy Schmöker zur Stelle. Er traf 13x ins Schwarze und verwandelte alle acht Strafwürfe für Oranienburg sicher. Bei Burgwedel machte sich in der finalen Phase der Begegnung ein wenig der Kräfteverschleiß bemerkbar. Vier Minuten vor dem Ende konnte der HHB zwar noch einmal auf zwei Tore verkürzen (25:27), mehr war aber nicht mehr drin. Oranienburg gewann nach 60 intensiven Minuten nicht unverdient mit 29:26.

HHB-Trainer Jürgen Bätjer hatte für die Niederlage seiner Mannschaft vor allem drei Gründe: „Wir lassen heute über Linksaußen einfach viel zu viele Chancen liegen. Da bekommen wir sechs Hundertprozentige nicht rein, das ist deutlich zu wenig. Auch über die halbrechte Position konnten wir keinen richtigen Druck entwickeln. Kay Behnke hat da zuletzt 12x getroffen, heute hat er uns gefehlt. Florian Freitag auf RM und Maurice Herbold auf RL spielen stark, Steffen Fischer auf RR fällt da deutlich ab. Wenn unsere Torhüter dann noch 2-3 Bälle mehr anfassen, nehmen wir zumindest einen Punkt mit. Aber so ist das in solchen Spielen, da entscheiden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Trotzdem bin ich nicht unzufrieden. Oranienburg ist sehr heimstark, so schlecht haben wir uns hier nicht verkauft. Unterm Strich zählen aber nur die Punkte und davon brauchen wir noch einige. Wir haben jetzt noch sechs Spiele und brauchen noch sechs Punkte. Das ist machbar, wenn wir uns weiterhin wie zuletzt präsentieren und die Fehlerquote noch minimieren können.“

HHB: Patrick Anders, Colin Räbiger, Pascal Kinzel – Florian Freitag (7), Stefanos Michailidis (3), Christian Hoff (1), Steffen Fischer (1), Timo Paternoga, Maurice Herbold (7), Artjom Antonevtich (3), Steffen Dunekacke (1) und Dennis Weit (3).

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