Burgwedeler Dinos spielen bei Schweriner Stieren

Am kommenden Sonntag empfangen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin die Burgwedeler Handballdinos. Anwurf der Partie zwischen dem Tabellendritten und -vierten der Rückrunde der 3. Liga Nord ist um 16 Uhr in der Schweriner Sport- und Kongresshalle. Nach der Heimspielniederlage gegen dem MTV Braunschweig vom Gründonnerstag sind die Gastgeber auf Wiedergutmachung aus.

Bis vor einer Woche war die Schweriner Handballwelt noch in Ordnung. Die Mannschaft von Trainer Mannhard Bech, der die Stiere erst Ende Januar übernommen hatte, konnte aus den letzten Spielen eine hervorragende Bilanz ausweisen. Unter der Regie des ehemaligen Nationalspielers hatte Schwerin nur in Springe verloren und sechs Siege errungen. Auch gegen den MTV Braunschweig sollte die Siegesserie fortgesetzt werden. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Vor knapp 1.600 Zuschauern musste man sich den Gästen aus der Löwenstadt geschlagen geben. Zweifelsohne eine Niederlage, die man nicht unbedingt auf der Rechnung hatte.

Für den Handball Hannover-Burgwedel e.V. sollte der Sieg der Braunschweiger in Schwerin Mut machen. Die Mecklenburger Stiere können an guten Tagen jede Mannschaft der Liga schlagen, an schlechten aber auch gegen jedes Team verlieren. Der HHB braucht sich in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern somit nicht zu verstecken. Florian Freitag & Co. können mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen eine gute Bilanz vorweisen und spielen im Jahr 2018 deutlich konstanter als noch im letzten Jahr. Die Rückkehr von Abwehrchef Maurice Herbold und Torhüter Patrick Anders haben dem Team von Trainer Jürgen Bätjer Sicherheit gegeben und für den Klassenerhalt sind voraussichtlich nur noch zwei Siege erforderlich. Diese sollten in den verbleibenden Spielen gegen Schwerin, Springe, Rostock, Burgdorf oder Potsdam möglich sein. Auch in Schwerin rechnet sich Burgwedel dabei durchaus etwas aus, auch wenn die Stiere sicherlich auf der Hut sein werden.

Schwerin verfügt in dieser Spielzeit über eine ausgeglichene Mannschaft, die mit einer Reihe von Ausnahmehandballern gespickt ist und internationales Flair aufweist. Spieler aus sieben Nationen sind bei den Stieren im Einsatz und viele von ihnen können auf Erfahrungen in höheren Ligen zurückblicken. Ein Tscheche, ein Kroate, ein Däne, drei Griechen, ein Australier, ein Este und acht Deutsche bilden den Stamm der Mannschaft von Mannhard Bech, der vor allem spektakulären und schnellen Handball spielen lässt. Auch der beste Einzelspieler der 3. Liga Nord spielt bei Schwerin. Mit dem Dänen Mathias Mark Pedersen haben die Stiere den erfolgreichsten Torschützen (168 Treffer) und besten Spielmacher in ihren Reihen. Er hat mindestens Zweitliganiveau und ist nie komplett auszuschalten. Aber auch der Australier Beaven Calvert (87 Tore) und der Kroate Marco Curcic (81) sind Ausnahmehandballer und auch sonst ist der Kader der Schweriner in der Spitze und in der Breite sehr gut aufgestellt. Burgwedel wird schon einen Sahnetag erwischen müssen, um aus Schwerin etwas Zählbares mit auf die Heimreise nehmen zu können. Die Stiere sind Favorit, die Dinos nur Außenseiter. Man darf gespannt sein, welche Mannschaft den besseren Tag erwischen wird.

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