HHB mit unnötiger Niederlage in Rostock

Auch wenn der Klassenerhalt in der 3. Liga Nord für den Handball Hannover-Burgwedel e.V. seit Samstag feststeht, war Trainer Jürgen Bätjer (Foto) mit dem Wochenende alles andere als zufrieden. Grund dafür war der pomadige Auftritt seiner Mannschaft beim Auswärtsspiel in Rostock. Burgwedel unterlag dem HC Empor mit 31:35 (12:13).

Nach den Niederlagen von Fredenbeck gegen Flensborg und Barmbek in Springe stand der Klassenerhalt für den HHB schon am Samstag fest. Somit konnte die Partie beim noch in Abstiegsnot stehenden HC Empor Rostock entspannt angegangen und eigentlich befreit ausgespielt werden. Burgwedel tat sich vor 650 Zuschauern in der OSPA-Arena jedoch von Anfang an schwer und kam über die gesamte Spielzeit nie richtig in Schwung. HHB-Spielmacher Florian Freitag verletzte sich früh am Unterkiefer und musste lange gehandelt werden. Auch wenn bei Burgwedel vieles Stückwerk blieb und Rostock fast aus jedem Wurf einen Treffer erzielen konnte, lag der HHB zur Halbzeit nur mit 12:13 hinten.

Nach der Pause änderte sich zunächst nichts am knappen Spielverlauf. Die Gastgeber legten immer vor, Burgwedel konnte aber jeweils ausgleichen. 17:17, 21:21 und 25:24 waren die Zwischenstände. Auch sechs Minuten vor dem Ende war die Partie beim 28:28 noch völlig offen. In dieser Phase zeigte der Gastgeber aber viel mehr Leidenschaft und einen unbändigen Siegeswillen. Rostock erzielte vier Treffer in Folge, zog binnen vier Minuten auf 32:28 davon und ließ sich den verdienten Heimsieg nicht mehr nehmen. Nach 60 Minuten ging der HC Empor als 35:31-Sieger über die Ziellinie und feierte anschließend ausgelassen den Klassenerhalt.

HHB-Trainer Jürgen Bätjer war nach der Niederlage entsprechend bedient: „Über das Auftreten meiner Mannschaft und die Einstellung zum Spiel müssen wir reden. So geht das nicht, damit bin ich keineswegs einverstanden. Ich will jedes Spiel gewinnen, ob alle meiner Spieler heute das gleiche Ziel hatten, stelle ich in Frage. Rostock war keineswegs überragend wie zuletzt Springe und eine durchschnittliche Leistung hätte heute ggf. sogar schon ausgereicht. Das was wir hier abgeliefert haben, war aber unterdurchschnittlich. In der Abwehr bekommen wir keinen Zugriff und unsere Torhüter fassen kaum einen Ball an. 35 Gegentore sind deutlich zu viel, mit 31 im Angriff kann ich gut leben. Auch wenn wir den Klassenerhalt gesichert haben, ist die Saison noch nicht zu Ende. Wir haben noch zwei Begegnungen zu absolvieren und ich erwarte bis zur letzten Spielminute der Saison 100% Einsatz und Leidenschaft. Entsprechend werden wir beim Training wieder einen Gang höher schalten müssen.“

HHB: Pascal Kinzel, Colin Räbiger – Florian Freitag (3), Stefanos Michailidis (2), Steffen Fischer (2), Timo Paternoga (2), Thomas Bergmann (5), Maurice Herbold (13/6), Kay Behnke, Steffen Dunekacke (3), Justin Magnus Behr (1) und Dennis Weit.

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