Burgwedel spielt in Potsdam

29,5 Punkte haben Burgwedels Drittligahandballer in den ersten sechs Jahren in der 3. Liga im Schnitt gewonnen. Dieses Jahr werden es maximal 21 sein und wenn am kommenden Samstag eine weitere Niederlage beim VfL Potsdam hinzukommt, sogar nur 19. Damit geht die laufende Saison als die schlechteste in die Burgwedeler Drittligastatistik ein, ein Umstand der weder dem Verein, Trainer Jürgen Bätjer noch der Mannschaft schmeckt.

Natürlich hatte die Mannschaft vor allem in der Hinserie mit vielen verletzungsbedingten Widrigkeiten zu kämpfen und das Pech gepachtet. Viele knappe Ergebnisse und zahlreiche erst in den letzten Sekunden vergebene Punkte waren die Folge. Mit dem Jahreswechsel klappte es dann besser. Durch einen sehr guten Start ins Handballjahr 2018 konnte schnell der letzte Tabellenplatz verlassen und auch frühzeitig der Klassenerhalt gefeiert werden. Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg ist aber wieder ein wenig Ernüchterung eingekehrt und die Mannschaft konnte zuletzt nicht mehr an die guten Leistungen aus Januar, Februar und März anknüpfen.

Noch mindestens zwei Spiele stehen in dieser Saison für den HHB noch auf dem Plan und wenn es nach dem Geschmack von Trainer Bätjer geht, am besten auch noch ein weiteres. Zuerst gastiert Burgwedel am kommenden Samstag zum letzten Auswärtsspiel der laufenden Spielzeit beim VfL Potsdam. Dann folgt am Pfingstwochenende ein Pokalqualifikationsspiel für die nächste Saison und sollte dieses gewonnen werden, ein weiteres Ende Mai. Damit hat der HHB noch einmal die Gelegenheit, den zuletzt ramponierten Eindruck wieder aufzupolieren. Seit dem Heimsieg gegen Hannover Ende März wartet Burgwedel auf einen Sieg. Nach einem schlechten April soll ein guter Mai folgen.

Doch so leicht wird dieser Plan nicht in die Tat umzusetzen sein. In Potsdam hängen die Trauben hoch und nach der deutlichen Schlappe des VfL in Barmbek sind auch die Gastgeber auf Wiedergutmachung aus. Nur zu gerne möchte Potsdam eine durchwachsene Saison mit einem Heimsieg beenden und sich für die erste Pokalqualifikationsrunde ein Freilos sichern. Dafür wäre ein Sieg gegen Burgwedel und ein Punktverlust von Oranienburg gegen Braunschweig erforderlich. Ansonsten kommt es in zwei Wochen gleich wieder zum Duell Potsdam gegen Burgwedel, dann allerdings in der ersten Pokalqualifikationsrunde. Das möchten beide Mannschaften sicherlich vermeiden und Burgwedel könnte sich mit einem Punktgewinn in Potsdam bei gleichzeitigen Niederlagen von Braunschweig und Rostock sogar noch das Heimrecht für die erste Qualirunde sichern. Insofern ist die Begegnung für beide Teams nicht unbedeutend. Man darf gespannt sein, welche Mannschaft sich am letzten Spieltag der Saison noch einmal von ihrer besten Seite zeigen wird.

Die Begegnung VfL Potsdam – Handball Hannover-Burgwedel e.V. wird am 05.05.2018 um 19 Uhr in der MBS-Arena, Am Luftschiffhafen, 14471 Potsdam angepfiffen.

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