Burgwedels Premiere in Oranienburg

Zum Auftakt der Saison 2018/19 treten Burgwedels Drittligahandballer am Samstag, den 25.08.2018 beim Oranienburger HC im Norden Berlins an. Anwurf ist um 18:30 Uhr in der MBS-Arena in der Andre-Pican-Straße 42. Der letzte Erfolg für Burgwedel beim OHC liegt mittlerweile schon 6,5 Jahre zurück. Am 10.03.2012 konnte beim 22:22 letztmalig ein Punkt mit auf die Heimreise genommen werden. Aus der heutigen Mannschaft waren damals Thomas Bergmann und Jörg-Uwe Lütt (inzwischen HHB-Torwarttrainer) mit von der Partie.

Seit dieser Zeit gab es von Jahr zu Jahr fast immer die gleichen Ergebnisse. Der OHC gewinnt zu Hause und verliert in Großburgwedel. Lediglich in der letzten Saison gelang Oranienburg beim 28:28 in Burgwedel zumindest ein Teilerfolg. Somit spricht auch am Samstag wieder einiges für einen Sieg des sehr heimstarken OHC. Die Favoritenrolle liegt nach einer guten Vorbereitung klar bei den Gastgebern. Die Mannschaft von Trainer Christian Pahl wurde von Jahr zu Jahr immer nur auf wenigen Positionen verändert und hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei profitiert der OHC sichtlich von der Nähe zur Bundeshauptstadt und der guten Jugendarbeit der Füchse Berlin. Aus dem aktuellen OHC-Kader blicken fast die Hälfte aller Spieler auf eine Vergangenheit bei den Füchsen zurück.

Der HHB, der in dieser Spielzeit wesentlich breiter aufgestellt ist und zuletzt acht neue Spieler integrieren musste, wird auf ein eingespieltes OHC-Team treffen. Die gute Frühform bewies Oranienburg beim Sieg im eigenen Vorbereitungsturnier, als man sich gegen zahlreiche Drittligisten durchsetzen konnte. Auch die 23:37-Niederlage vom letzten Samstag gegen den amtierenden EHF-Pokalsieger Füchse Berlin in der ersten Runde des DHB-Pokals konnte sich durchaus sehen lassen.

Somit werden die Trauben für Burgwedel in Oranienburg hoch hängen. Die Vorbereitung verlief sehr durchwachsen und auch die Vorstellung im DHB-Pokal bei Eintracht Hildesheim war nicht wirklich zufriedenstellend. Dennoch ist man beim HHB von der Qualität des Kaders überzeugt und erhofft sich auch vom Trainerwechsel eine Initialzündung. Claas Wittenberg hat Jürgen Bätjer abgelöst und will dem Team neue Impulse geben. Das dies nicht von heute auf morgen klappen wird, dürfte allen Handballkennern bewusst sein. Ein paar Wochen wird der neue HHB-Coach schon benötigen, um seine Ideen an den Mann zu bringen. Bis dahin muss Burgwedel versuchen, über Emotionen und Leidenschaft ins Spiel zu kommen. Auch hier war beim Pokalspiel in Hildesheim noch Luft nach oben.

Prognosen sind in der Frühphase einer Saison immer schwierig. Die Erwartungen beim OHC sind groß und das erste Heimspiel der Saison soll unbedingt gewonnen werden. Der Druck der Favoritenrolle liegt bei den Gastgebern. Burgwedel ist nur Außenseiter und kann befreit aufspielen. Wenn beim HHB aber alles passt und Oranienburg einen schlechten Tag erwischt, besteht durchaus die Chance, dass eine Serie nach 6,5 Jahren zu Ende geht.

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