HHB mit knapper Niederlage in Oranienburg

Mit einer knappen 23:24-Niederlage beim Oranienburger HC mussten die Drittligahandballer des Handball Hannover-Burgwedel e.V. die Heimreise antreten. Bei Halbzeit der Partie des ersten Spieltages in der 3. Liga Nord hatte der HHB noch mit 10:9 in Führung gelegen. Unterm Strich stimmten bei Burgwedel, das verletzungsbedingt auf Maurice Herbold und Steffen Dunekacke verzichten musste, die kämpferische Einstellung und die Moral. Mehr als zehn ungenutzte gute Einwurfmöglichkeiten waren unterm Strich aber zu viel.

Wie schon beim Pokalspiel in Hildesheim hatte der HHB auch in Oranienburg Startschwierigkeiten. Die Gastgeber lagen vor gut 800 Zuschauern schnell mit 2:0 in Führung und es dauerte bis zur 7. Spielminute ehe Florian Freitag (Foto) für seine Farben den ersten Treffer erzielen konnte. Doch auch in der Folge war Oranienburg spielbestimmend und zog bis zur 13. Minute bis auf 5:1 davon. Burgwedel agierte in dieser Phase zu nervös und ängstlich. Nach einer Viertelstunde war der Bann jedoch gebrochen und mit jedem Gästetreffer wuchs auch das Selbstbewusstsein. Über den Kampf kam der HHB ins Spiel und erzielte jetzt Tor um Tor. Thomas Bergmann, Neuzugang Nenad Bilbija, Stefanos Michailidis und Kay Behnke trafen und beim 5:5 (21.) war der HHB endgültig im Spiel. In der Folge entwickelte sich ein interessanter Schlagabtausch, jetzt war es eine Partie auf Augenhöhe. Florian Freitag und Kay Behnke trafen jetzt doppelt und Burgwedel war beim 9:8 erstmalig vorn. Die Seiten wurden mit einer 10:9-Halbzeitführung für Burgwedel gewechselt.

Nach der Pause änderte sich zunächst nichts am ausgeglichenen Spielverlauf. Oranienburg hielt dagegen und auch Burgwedel versteckte sich nicht. 12:12 und 14:14 waren die weiteren Zwischenstände. In der 37. Spielminute sah Burgwedels Kreisläufer Philip Reinsch nach einem Foul die rote Karte und wurde disqualifiziert. Die Gäste mussten jetzt in doppelter Unterzahl spielen und der OHC nutzte die Gelegenheit, um bis zur 44. Minute auf 19:15 davonzuziehen. In dieser Phase fehlte beim HHB Ruhe und Übersicht und erneut war es die schlechte Chancenauswertung, die die Mannschaft ins Hintertreffen geraten ließ. Zehn Minuten vor dem Ende konnten sich die Gastgeber gar bis auf 22:17 absetzen. Burgwedel gab sich jedoch nicht so schnell geschlagen und warf noch einmal alles in die Waagschale. Nach dem 20:24-Anschluss fünf Minuten vor dem Ende war es Thomas Bergmann, der die Partie mit zwei schnellen Toren noch einmal spannend machte. Oranienburg gelang in den letzten sechs Spielminuten kein Tor mehr, Burgwedel verkürzte 80 Sekunden vor dem Ende auf 23:24. Der OHC wurde jetzt sichtlich nervös und vierzig Sekunden vor dem Ende kam Burgwedel noch einmal in Ballbesitz. Der HHB spielte geschickt und brachte sich in eine sehr gute Wurfposition, doch auch mit dem letzten Wurf scheiterten die Gäste am OHC-Keeper. Jubel bei Oranienburg, Enttäuschung bei Burgwedel.

Trotz der knappen Niederlage war HHB-Coach Claas Wittenberg nicht unzufrieden: „Ein Punkt wäre heute sicherlich verdient gewesen, am Ende sind wir bei vielen vergebenen Torwürfen aber selber schuld. Ärgerlich, dass wir den letzten Wurf nicht mehr in den gegnerischen Maschen unterbringen konnten. Wir nehmen zwar keine Punkte, trotzdem aber wichtige Erkenntnisse mit. Unser Kampf war super, wir haben uns nie aufgegeben und sind in vielen Phasen der Begegnung immer wieder zurückgekommen. Mit der Deckung bin ich über weite Strecken auch zufrieden, 24 Gegentore sind keine so schlechte Quote. Konditionell haben wir noch Nachholbedarf. Mit einer besseren Fitness werden wir in ein paar Wochen auch in den letzten Spielminuten klaren Kopf bewahren und besser treffen können. Am Freitag kommt Anderten zum Derby. Wir freuen uns drauf:“

Die HHB-Torschützen in Oranienburg waren Kay Behnke (6/4), Florian Freitag (5), Stefanos Michailidis (4), Thomas Bergmann (3), Nenad Bilbija (3), Philip Reinsch (1) und Artjom Antonevitch (1).

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