Burgwedel scheitert mit letztem Wurf

Für den Handball Hannover-Burgwedel e.V. hat es wieder nicht zu einem Punktgewinn gereicht. In einem bis zum Ende an Spannung nicht zu überbietenden Spiel unterlag der HHB dem VfL Fredenbeck mit 28:29. Zwei Sekunden vor dem Ende scheiterte Rechtsaußen Artjom Antonevitch (Foto) mit seinem letzten Wurf an VfL-Keeper Edgars Kuksa.

Die Begegnung in der Großburgwedeler Sporthalle Auf der Ramhorst begann extrem ausgeglichen. Bis zum 4:4 legten die Gäste vor, der HHB konnte jeweils ausgleichen. Maurice Herbold brachte nach zehn Minuten seine Farben mit 6:4 in Führung und verletzte sich erneut. Dieses Mal war es der Rücken, Herbold konnte bis zum Ende der Partie nicht mehr eingesetzt werden. Die Gastgeber waren geschockt und Fredenbeck nutzte die Gelegenheit, um mit 7:6 in Führung zu gehen. Bis zur 20. Minuten folgten dann wieder einige Unentschieden (7:7, 8:8 und 9:9), ehe sich die Gäste durch drei Tore am Stück auf 12:9 absetzen konnten. Das Burgwedeler Spiel wirkte in dieser Phase pomadig und ideenlos. Justin-Magnus Behr konnte für Burgwedel kurz vor der Pause auf 11:14 verkürzen. Trainer Jürgen Bätjer setzte in Halbzeit 1 Pascal Kinzel und Colin Räbiger im Tor ein, beide HHB-Keeper konnten aber nicht an das Niveau von VfL-Torwart Kuksa herankommen.

Nach dem Wechsel war Fredenbeck erneut zur Stelle. Thomas Bergmann vergab einen Strafwurf und der VfL zog auf 15:11 und 16:12 davon. Die Hausherren bäumten sich jetzt jedoch auf und hielten dagegen. Burgwedel konnte sich steigern und bekam Oberwasser. Christian Hoff, Artjom Antonevitch und Kay Behnke trafen und auch Spielmacher Florian Freitag konnte sich steigern. Er übernahm Verantwortung und beim 19:19 durch Timo Paternoga in der 41. Spielminute war Burgwedel wieder dran. Gästetrainer Steffen Birkner nahm eine Auszeit und fortan war der VfL wieder in der Spur. Fredenbeck legte stets vor, Burgwedel blieb jedoch auf Tuchfühlung. Florian Freitag schaffte zehn Minuten vor dem Ende den 23:24-Anschluss. Er war es auch, der 50 Sekunden vor dem Ende den 28:28-Ausglich für Burgwedel erzielen konnte. Doch erneut schaffte Fredenbeck die Führung durch Lars Kratzenberg, obwohl die Gäste nach der dritten Zeitstrafe gegen Fabian Schulte-Berthold in Unterzahl agieren mussten. Dem HHB blieben aber noch 15 Sekunden für den Ausgleich. Artjom Antonevtich wurde aus Rechtsaußen freigespielt und kam relativ frei zum Wurf. Er scheiterte aber am VfL-Keeper Edgars Kuksa. Der Rest war grenzenloser Jubel auf Fredenbecker Seite und blankes Entsetzen bei den Gastgebern.

Auch HHB-Trainer Jürgen Bätjer war die Enttäuschung deutlich anzumerken: „Auch wenn wir am Ende die Chance auf den Ausgleich haben und diese nicht nutzen, ist die bittere Niederlage das Resultat von zu vielen individuellen Fehlern. Über die ganze Spielzeit nehmen wir uns sowohl in der Abwehr als auch im Angriff immer wieder Auszeiten. Da fehlt die letzte Konsequenz in der Defensive und wenn wir vorne 3-4 Hundertprozentige nicht nutzen, rächt sich das am Ende. Auch unsere Torhüter hatten nicht ihren besten Tag erwischt und verlieren das Duell gegen Fredenbecks Keeper. Hinzu kommen zwei vergebene Siebenmeter. Am Ende stehen wir dann mit leeren Händen da und dürfen uns nicht beschweren. Hinzu kommt die erneute Verletzung von Maurice Herbold, viel schlechter kann so ein Spiel nicht verlaufen. Aufgrund der Leistungssteigerung in Halbzeit 2 hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Es war das vierte enge Spiel in dieser Saison und erneut sind wir die Gelackmeierten. Jetzt haben wir erst einmal eine Woche Pause. Ich hoffe, dass die uns guttun wird.“

HHB: Colin Räbiger, Pascal Kinzel – Florian Freitag (5), Stefanos Michailidis (1), Christian Hoff (4), Steffen Fischer, Timo Paternoga (1), Thomas Bergmann (1), Marcel Otto, Maurice Herbold (1), Kay Behnke (5), Artjom Antonevitch (7/2), Steffen Dunekacke und Justin Magnus Behr (3).

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