HHB mit 28:28 gegen Oranienburg

Die Drittligamannschaft des Handball Hannover-Burgwedel e.V. hat sich gegen den Oranienburger HC einen Punkt erkämpft. Trainer Jürgen Bätjer sah beim 29:29 die bisher beste Saisonleistung seiner Mannschaft. Sechs Sekunden vor dem Ende scheiterte Steffen Dunekacke mit dem letzten Wurf.

In der Sporthalle Auf der Ramhorst in Großburgwedel ging es am Samstagabend mal wieder sehr spannend zu. Die Partie zwischen dem HHB und den Gästen aus dem Norden Berlins war über weite Strecken sehr ausgeglichen. Burgwedel ging durch Christian Hoff mit 1:0 in Führung und war auch nach dem zweiten Treffer durch Steffen Dunekacke (2:1) vorn. Dann übernahm aber der OHC das Kommando und zog bis zur 14. Spielminute auf 8:5 davon. Schon in dieser frühen Phase der Begegnung sorgten die blutjungen Schiedsrichter immer wieder für Entsetzen bei den Gastgebern und den heimischen Zuschauern. Zahlreiche Entscheidungen waren nicht nachvollziehbar und hatten nichts mit Drittliganiveau zu tun. Oranienburg setzte schon früh einen siebten Feldspieler ein und stellte Burgwedel in der Abwehr vor schwierige Aufgaben. Die Gäste konnten sich leicht absetzen. Mitte der ersten Halbzeit waren die Gastgeber dann aber wieder in der Partie zurück. Florian Freitag ging jetzt vorweg und war mit sechs Toren erfolgreichster HHB-Schütze. Nach dem 10:10 durch Christian Hoff (18.) gelang Torhüter Colin Räbiger mit einem Wurf über das ganze Feld die umjubelte Führung für die Gastgeber. Oranienburg blieb seiner Linie jedoch treu und agierte weiter mit sieben Feldspielern. Die Gäste hatten Erfolg damit. Immer wieder bekamen sie Strafwürfe zugesprochen, die Dennis Leroy Schmöker und Linus Dömeland verwandelten. Nachdem Artjom Antonevitch für den HHB vom Siebenmeterpunkt scheiterte (28.), setzte sich der OHC erneut ab und ging mit einer 17:13-Führung in die Kabine.

Der HHB kam hochmotiviert aus der Pause zurück und Kay Behnke warf seine Farben wieder heran. Doch Oranienburg hielt dagegen und schaffte beim 19:16 eine erneute Dreitoreführung. Jetzt wurde mit offenem Visier gekämpft und auch HHB-Torhüter Pascal Kinzel konnte sich in die Torschützenliste eintragen. Unter dem Jubel seiner Mannschaftskollegen traf er doppelt ins leere Oranienburger Gehäuse und brachte den HHB ins Spiel zurück (20:20). Beide Mannschaften schenkten sich jetzt nichts und lieferten sich einen tollen Schlagabtausch. Leider sorgten die Schiedsrichter weiterhin für Kopfschütteln auf beiden Seiten. Während der HHB fünf Zeitstrafen erhielt, musste beim OHC nur Janis Bohle einmal für zwei Minuten vom Feld. Noch deutlicher wurde die unterschiedliche Regelauslegung bei den Strafwürfen. Oranienburg bekam 13 Siebenmeter zugesprochen, Burgwedel ganze zwei. Das Spiel ging jetzt in die entscheidende Phase. Oranienburg legte vor, Burgwedel schaffte aber stets den Ausgleich. Beim Stand von 28:28 waren die Gastgeber im Ballbesitz, Trainer Bätjer nahm seine letzte Auszeit und Steffen Dunekacke wurde kurz vor dem Abpfiff auf Linksaußen freigespielt. Er versuchte es mit einem Dreher, OHC-Keeper Simon Herold war aber auf dem Posten und hatte den Braten gerochen. Er hielt den letzten Wurf und sorgte für ein unterm Strich leistungsgerechtes Unentschieden zwischen dem HHB und dem OHC.

HHB-Trainer sah eine Leistungssteigerung bei seinem Team: „Das war unsere bisher beste Saisonleistung gegen einen wirklich guten und taktisch perfekt eingestellten Gegner. Vorher hätte ich gegen ein Spitzenteam wie Oranienburg einen Punkt immer genommen, nach dem Spiel wären auch zwei möglich gewesen. Erneut sind wir am Ende nicht cool genug und scheitern mit dem letzten Wurf. Trotzdem haben wir das über weite Strecken sehr gut gemacht, Oranienburg ist keine Laufkundschaft. Hinzu kommen die mehr als kuriosen Schiedsrichterentscheidungen. Das war heute wirklich too much. Von den 13 Strafwürfen für Oranienburg waren gut die Hälfte okay, mehr aber auch nicht. Kein Wunder, dass Christian Pahl fast die gesamte Spielzeit den siebten Feldspieler einsetzt. Natürlich hat bei uns wieder Maurice Herbold gefehlt und auch Marcel Otto konnte nicht eingesetzt werden. Hinten hätte ich mir gerne noch ein wenig mehr Aggressivität und auch eine bessere Torhüterleistung gewünscht. Vorne war das gut, lediglich über den Kreis ist mir viel zu wenig gekommen. Unsere Formkurve zeigt aber nach oben.“

HHB: Colin Räbiger (1), Pascal Kinzel (2) – Florian Freitag (6), Stefanos Michailidis, Christian Hoff (3), Steffen Fischer (1), Timo Paternoga, Thomas Bergmann (2), Marcel Otto, Kay Behnke (5), Artjom Antonevitch (2), Steffen Dunekacke (4) und Justin Magnus Behr (2).

Zurück