Burgwedel verliert in Burgdorf

Der Handball Hannover-Burgwedel e.V. ist im Derby beim TSV Burgdorf II deutlich unter die Räder geraten. Am Ende musste die Mannschaft von Trainer Jürgen Bätjer eine deutliche 25:34 (11:15) Niederlage quittieren. Der HHB hat damit weiterhin die rote Laterne in der 3. Liga Nord inne.

Burgdorf begann stark und war von Beginn an bei der Sache. Nach einem 2:1 zogen die Gastgeber bis zur zehnten Minute auf 7:2 davon. Burgwedel hatte sichtbare Schwierigkeiten, im Angriff Tempo aufzunehmen und Druck aufzubauen. Die Burgdorfer Abwehr stand kompakt und war zugleich flexibel. TSV-Torhüter Jonas Wilde hatte einen guten Tag erwischt und kaufte den HHB-Spielern gleich zu Beginn der Partie die eine oder andere Chance ab. Dann aber war auch Burgwedel im Spiel und holte Tor um Tor auf. Nach 22 Minuten war der Ausgleich zum 8:8 hergestellt. TSV-Trainer Heidmar Felixson musste eine Auszeit nehmen, um sein Team zu beruhigen. Dies gelang gut und in der Folge gerieten die Gäste wieder mehr ins Hintertreffen. Gute Einwurfmöglichkeiten, gerade über den Kreis, konnten nicht in Tore umgemünzt werden. Burgdorf zog erneut davon und war zur Pause mit 15:11 vorn.

Auch nach dem Wechsel war Burgdorf das spielbestimmende Team. Mit viel Tempo und Spielwitz wurde die HHB-Abwehr auseinandergezogen und der TSV setzte sich noch deutlicher ab. 21:13 war der Zwischenstand nach 40 Spielminuten. So leicht gab sich der HHB aber nicht geschlagen. Burgwedel kämpfte und kam wieder etwas heran. Zwölf Minuten vor dem Ende konnte auf 18:23 bzw. 19:24 verkürzt werden. In die Burgwedeler Euphorie platzte jedoch die rote Karte gegen Artjom Antonevitch. Der HHB-Rechtsaußen war in den Unterleib geschlagen und in die eigene Bank geschubst worden. Die Schiedsrichter ahndeten diese Aktion nicht, zeigten Gästetrainer Jürgen Bätjer nach heftigen Protesten aber die gelbe Karte. Artjom Antonevitch ließ sich zusätzlich zu einer unsportlichen Geste hinreißen und wurde disqualifiziert. Dadurch wurde die Aufholjagd des HHB gebremst, Burgdorf nutzt die Überzahl und setzte sich vorentscheidend ab. Fünf Minuten vor dem Ende war das Derby bei der 30:22-Führung des TSV entschieden. Nach 60 Minuten stand dann der verdiente 34:25-Heimsieg für Burgdorf fest. Nach zwei Jahren endlich mal wieder ein Derbysieg für Burgdorf.

HHB-Coach Jürgen Bätjer zog folgendes Fazit: „Der Sieg für Burgdorf geht in Ordnung, wir waren heute kein ebenbürtiger Gegner und haben verdient verloren. Von Beginn an hatten wir Schwierigkeiten, die wirklich gute Burgdorfer Abwehr vor Probleme zu stellen. Positiv anzumerken ist, dass wir bis zum Ende nicht aufgehört haben, zu kämpfen und durchaus bemüht waren. Trotzdem erwarte ich in einem Derby und gerade in unserer Situation viel mehr sichtbare Leidenschaft. Auch war unsere Wurfquote viel zu schlecht und bei 34 Gegentoren kann man kein Spiel gewinnen. In unserem Innenblock fehlte die Laufbereitschaft, da haben wir zu phlegmatisch gearbeitet. Immer wieder konnte der TSV dadurch über den Kreis kommen. Auch das Torhüterduell geht an Burgdorf und deren Abwehr war heute deutlich besser. In unserer aktuellen Situation hilft uns nur ein Sieg. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um unsere Wunden zu lecken. Am 09.12.2017 empfangen wir dann zum letzten Spiel im Handballjahr 2017 den VfL Potsdam.“

HHB: Pascal Kinzel, Colin Räbiger – Florian Freitag (5), Stefanos Michailidis (5), Christian Hoff (6), Steffen Fischer, Timo Paternoga, Thomas Bergmann (3/2), Marcel Otto, Kay Behnke (1), Artjom Antonevtich (3), Steffen Dunekacke (2) und Justin Magnus Behr.

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