Burgwedel muss beim Meister antreten

Nach dem Heimspiel gegen Tabellenführer HSV Hamburg steht für den Handball Hannover-Burgwedel e.V. am kommenden Samstag das Spiel beim amtierenden Meister TSV Altenholz auf dem Programm. Die Partie wird am 03.02.2018 um 19:30 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle in Altenholz-Stift durch das Schiedrichtergespann Müller/Müller angepfiffen. Für den HHB geht es wie schon gegen Hamburg darum, die hohe Hinspielniederlage vergessen zu machen und möglichst lange mitzuhalten.

Vor neun Monaten feierte der TSV Altenholz mit 52:8 Punkten die Meisterschaft in der 3. Liga Nord und verzichtete aus finanziellen Gründen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga, wo man zuvor schon insgesamt 21 Jahre gespielt hatte. Trainer Mannhard Bech, der mittlerweile bei den Schweriner Stieren auf der Bank sitzt, zog damals die Konsequenzen und verließ den Verein. Doch auch in diesem Jahr läuft es unter Neutrainer Mirco Baltic beim TSVA hervorragend. Lediglich das Spiel in Springe wurde verloren und nach vier Unentschieden gegen Potsdam, Burgdorf, Hannover und Flensborg sitzen die Kieler Vorstädter dem HSV Hamburg im Nacken. Sie sind seit 15 Spieltagen unbesiegt, konnten selbst beim Tabellenführer gewinnen und Meister in der Staffel Nord wird entweder Hamburg oder Altenholz werden. Springe und Schwerin sind mittlerweile fünf Punkte entfernt und wer weiß, vielleicht wird die Meisterschaftsfrage sogar durch den direkten Vergleich zwischen beiden Topteams entscheiden. Dafür dürfen beide Mannschaften nicht mehr patzen und der TSV Altenholz wird sich auch gegen Burgwedel einiges vorgenommen haben.

Alles andere als ein deutlicher Sieg der Heimmannschaft wäre dabei eine Überraschung und HHB-Trainer Jürgen Bätjer will auch wie schon gegen Hamburg die Partie in Altenholz vor allem nutzen, um seiner zweiten Garnitur mehr Spielzeiten einzuräumen. Dabei wird er allerdings nur mit einem kleinen Kader in Altenholz antreten können. Justin Magnus Behr und Christian Hoff sind beruflich verhindert und ob Thomas Bergmann nach seiner Muskelverletzung schon wieder spielen kann, wird erst am Spieltag feststehen. „Wir gehen in Altenholz auf keinen Fall ein Risiko ein, die wichtigen Spiele für uns beginnen eine Woche später. Dann stehen noch zehn Saisonspiele auf dem Programm und da gilt es, die noch erforderlichen 10-12 Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Die Trauben hängen in Altenholz für uns viel zu hoch und oberste Priorität hat, dass sich keiner verletzt“, so Burgwedels Trainer Jürgen Bätjer.

Interessant ist trotzdem auch ein Blick auf die Torverhältnisse beider Mannschaften. Während der HHB die um sieben Tore bessere Defensive hat, konnten die Altenholzer Torschützen im bisherigen Saisonverlauf 98 Tore mehr als Burgwedel erzielen. Überhaupt überrascht es ein wenig, dass der TSVA als Tabellenzweiter mit bislang 489 Gegentoren (Schnitt 28,7) über die zweitschlechteste Abwehr der ganzen Liga verfügt. Hier gibt es sicherlich noch Steigerungspotential. Der mit 552 Toren beste Angriff der Liga (Schnitt 32,4) macht da aber vieles wett. Schon im Hinspiel (30:20) fielen für Altenholzer Verhältnisse sehr wenige Tore auf beiden Seiten und man darf auch am Samstag gespannt sein, wie die zuletzt stärker agierende HHB-Abwehr den besten Angriff der Liga unter Kontrolle bekommen wird.

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